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X zu Mastodon
Social Media

X zu Mastodon

Elon Musk hat X (ehemals Twitter) zu einer Plattform umgebaut, auf der (rechtsextreme) Hassrede und Desinformation Vorfahrt haben. Mastodon ist so etwas wie das Gegenteil – und besser! Ein Verbund aus vielen kleinen Netzwerken ("dezentral"), meist werbefrei und in der Hand der Nutzer:innen. Es gibt keinen Algorithmus, der Dich wütend machen will – Du siehst, was Deine Freunde posten, chronologisch und entspannt.

Zubereitungszeit

25 Minuten

Schwierigkeit

Mittel (Wegen der Server-Wahl – aber keine Angst, wir helfen!)

Zutaten

  • Ein bisschen Verständnis: Mastodon ist keine einzelne Webseite, sondern ein Verbund aus vielen kleinen Netzwerken (Instanzen oder Servern). Es ist wie bei E-Mails: Egal ob du bei Posteo.de oder Mailbox.org bist, du kannst jedem schreiben und von jedem Nachrichten empfangen.

  1. Serverwahl: Gehe auf joinmastodon.org/de oder fedi.garden. Suche dir ein Zuhause aus, das gut zu dir passt. (Keine Entscheidung für immer – Du kannst den Server später auch wechseln, nimmst aber Deine Follower und die, denen Du folgst, mit!).

  2. Konto erstellen: Registriere dich auf deinem gewählten Server.

  3. App laden: Lade die offizielle Mastodon-App oder (noch besser für Profis) Apps wie "Tusky" (Android) oder "Ivory" (iOS) herunter. Phanpy.social funktioniert sogar im Web und bietet einen transparenten Algorithmus zum Aufholen, wenn Du Deine Timeline mal aus den Augen gelassen hast.

  4. Freunde finden: Deine Timeline ist erst einmal leer – aber keine Sorge! Folge Accounts, die Du interessant findest: Tools wie der Fedifinder helfen dir, deine alten Twitter-Kontakte auf Mastodon wiederzufinden. Auch bei Fediverse.info findest Du spannende Accounts. Thematisch sortiert kannst Du auch gleich mehreren Accounts mit eine Klick folgen (Starter-Packs).

  5. Vorstellung: Schreibe deinen ersten Post (Toot) mit dem Hashtag #Neuhier und erzähle kurz, wer du bist. Die Community freut sich über Dich.

Nachtisch

Kochanleitungen für jede Lebenslage gibt’s im Netz – beispielsweise bei Sascha Pallenberg, im Video bei Digitalcourage oder auch als kleines Büchlein.

X-Account stilllegen: Hinterlasse auf deinem alten X-Profil einen angepinnten Tweet mit deinem neuen Mastodon-Link. Lösche die X-App von deinem Handy, um dem Sucht-Algorithmus zu entkommen.

Keine Algorithmen: Genieße die Ruhe. Keine gesponserten Posts, keine Krypto-Werbung – eine chronologische Timeline.

Guten Appetit! Du hast einen riesigen Schritt zu mehr digitaler Unabhängigkeit gemacht.

And once you #DIDit – Teile unseren Wechselpost und inspiriere andere dazu, ihre digitale Privatsphäre selbst in die Hand zu nehmen!

Topping

Mastodon ist Teil des "Fediverse". Das heißt, du kannst von hier aus auch Leuten folgen, die gar nicht auf Mastodon sind, sondern z.B. auf Pixelfed Fotos (ein wenig wie Instagram) oder auf Peertube Videos (ein wenig wie Youtube) posten. Du sprengst die Mauern der "Walled Gardens"! Elena Rossini erklärt in diesem Video, wie das Fediverse funktioniert.